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Ursachen und Diagnose

Die Ursachen für Lichen sclerosus sind bis heute unbekannt. Man vermutet u.a. hormonelle, genetische, traumatische oder autoimmune Auslöser.

Beispiele

  1. Viele Patienten haben in ihrem familiären Umfeld weitere Betroffene. Das spricht für eine genetische Beteiligung.
  2. Für eine Autoimmunkrankheit spricht, dass Lichen sclerosus häufig zusammen mit anderen Autoimmunkrankheiten wie z.B. Hashimoto Thyreoiditis vorkommt.
  3. Bei Mädchen kommt Lichen sclerosus mit dem Eintritt in die Pubertät häufig zum Stillstand. Das spricht für hormonelle Anteile der Erkrankung.

Bei Lichen sclerosus ist eine Blickdiagnose üblich. Die Veränderungen der Haut zusammen mit den typischen Beschwerden lassen in der Regel eine sichere Diagnose zu,

Prof. Dr. Andreas Günthert vom Gyn-Zentrum Luzern hat mit dem Lichen score ein Schema entwickelt, anhand dessen sich Lichen sclerosus gut feststellen lässt. In einem frühen Stadium der Erkrankung kann die Diagose schwierig sein, weil die Veränderungen kaum erkennbar sind.

In Zweifelsfällen ist eine Biopsie für eine gesicherte Diagnose notwendig. Sie ist auch dann angebracht, wenn man feststellen möchte, ob man gleichzeitig weitere Erkrankungen an der Vulva hat. Das ist wichtig für die passende Behandlung.

Kinder sollten nicht biopsiert werden. Eine Biopsie kann für sie traumatisch sein.

Sehen Sie zu den Biopsien auch die weiterführenden Informationen.